Sonstiges
Marvin Fuchs
01.08.2021

Welche Wege gibt es nach der Ausbildung?

Zimmerer ist ein Beruf, der viele verschiedene Wege der Fort- und Weiterbildung bietet und auch deshalb starten am morgigen Montag wieder viele Jugendliche in die Ausbildung. Für diese ist es erstmal ein schöner, teilweise harter Weg bis zur Freisprechung, aber man darf sich ja trotzdem Gedanken machen was danach kommt.
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Das Zimmererhandwerk sticht vor allem durch die Kombination der traditionellen Methoden, einem großen historischen Hintergrund mit der modernen Technik und Entwicklung einen der attraktivsten Ausbildungsberufe im Handwerk da. Dabei geht es nicht nur um den Bereich Dachstuhl, sondern auch um Restauration von alten Gebäuden, kleinere Bauwerke wie Carports und Vordächer, sogar ganze Gebäude errichten und dies mittlerweile mehrgeschossig. Entweder in Holzrahmenbauweise oder als Vollholzelemente. Und um diesen Bereich abdecken zu können, gibt es zuerst einmal die Möglichkeit den Meister zu machen.

Zimmermeister

Dies ist die schon traditionell gesehen höchste Ausbildung die ein Zimmerer machen kann um in seinem Beruf in allen Bereichen Bescheid zu wissen. Der Meister hat zudem gesellschaftlich einen hohen Stellenwert und öffnet viele weitere Türen, sogar ein Studium ist dann möglich. Neben der fachlich technischen Inhalte werden im Meisterkurs zudem alle Grundlagen gelegt, um danach selbst einen eigenen Betrieb führen zu können. Auch ist es möglich in die Arbeitsvorbereitung zu gehen und so einen Job hauptsächlich am Schreibtisch zu bekommen. Es lohnt sich meiner Meinung nach absolut den Meister zu machen.

Dauer: ca. 12 Monate
Voraussetzungen: Ausbildung im Zimmererhandwerk

Hochbautechniker

Alternativ oder auch in Kombination, kann man an der Technikerschule weitermachen. Hier wird nicht so spezifisch im eigenen Handwerk gebildet, sondern ein breites Spektrum des gesammten Hochbau-Bereichs abgedeckt. Danach findet man Techniker oft in Positionen der Hochbauplanung und Bauleitung wieder. Auch dieser Weg ermöglicht ein anschließendes Studium zum Bauingenieur o.ä.

Dauer: 2 Jahre (in Kombination mit Meister nur 1 Jahr)
Voraussetzungen: Ausbildung im Zimmererhandwerk und mind. 12 Monate Berufserfahrung

Nach diesen beiden Wegen gibt es wie schon erwähnt die Möglichkeit zu studieren, vom Bauingenieur, über den Architekten bis hin zum Berufsschullehrer ist da einiges möglich, oder man kann sich in eine gewisse Richtung spezialisieren. Wir bleiben jetzt mal bei den Möglichkeiten im Handwerk, beim Stdium stehen einem zu viele Möglichkeiten offen um das hier abzufrühstücken.

Gebäudeenergieberater HWK

In dieser Fortbildung nach dem Meister/ Techniker werden die bauphysikalischen Themen nochmal vertieft. In einem Kurs mit ca. 240 Unterichtsstunden lernt man alles was man braucht um energetische Berechnungen durchzuführen, Energieausweise auszustellen und Konzepte zur energetischen Sanierung zu erstellen. Gerade durch die Förderungen aktuell ein sehr interessanter Weg.

Dauer: ca. 6 Wochen in Vollzeit
Voraussetzungen: Meisterprüfung im Zimmererhandwerk, Techniker

Restaurator im Zimmererhandwerk

In diesem Kurs, den ich selbst ab September in Biberach besuchen werde, geht es darum, dass Wissen und das Feingefühl bei der Instandsetzung historischer Gebäude zu vertiefen. Auch allgemeine Inhalte wie Kunst- und Kulturgeschichte oder ein Blick über den Tellerrand in bspw. den Lehmbau sind Teil der Ausbildung.

Dauer: ca. 3-4 Monate
Voraussetzungen: Meisterprüfung im Zimmererhandwerk

Dachdeckermeister

Um sein Wissen nochmal zu erweitern und auch den Bereich der Dachdeckerarbeiten abdecken zu können, kann man nach dem Zimmermeister auch in recht kurzer Zeit noch den Dachdeckermeister machen. Mit diesem Doppelmeister in der Tasche, ist man qualifiziert um Komplettlösungen im Bereich Dach anzubieten.

Dauer: ca. 3-4 Monate
Voraussetzungen: Meisterprüfung im Zimmererhandwerk

Betriebswirt

Mit der Weiterbildung zum Betriebswirt errreicht man im deutschen Bildungssystem die im Handwerk höchstmögliche Stufe. Hier werden Themen wie Unternehmensführung, Personalmanagement und der restliche betriebswirtschaftliche Teil nochmal vertieft und man wird perfekt auf die Rolle als Geschäftsführer in einem Handwerksbetrieb vorbereitet.

Dauer: ca. 4 Monate
Voraussetzungen: Meisterprüfung im Zimmererhandwerk, Techniker

Das waren jetzt mal die grundsätzlichen Möglichkeiten im Handwerk, daneben gibt es natütlich noch unzählige Möglichkeiten der Fortbildung etc. Jeder muss für sich entscheiden, was er möchte und welcher der richtige Weg ist.

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1 Kommentar
Alexander Stolper
03.08.2021

Oder auch auf Wanderschaft gehen. Dauert nur mindestens 3Jahre und 1Ta

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