HBH Holzbau baut eines der größten Holzgebäude in Deutschland
Einkauf und Fertigung – eine Teamleistung
HBH Holzbau tritt als Generalunternehmer auf, koordiniert also auch die anderen, am Bau beteiligten Gewerke. Nina Zwinger von der Abteilung Einkauf hat für den Bau allein über 2.000 Kubikmeter Holz und circa 250 Tonnen Stahl geordert. Bevor mit der Fertigung in Landau begonnen wurde, mussten Arbeitsprozesse optimiert und einige Investitionen getätigt werden, informiert Eduard Kühbeck, Leiter Fertigung. Die Logistik sei eine Herausforderung gewesen. „Auf vier bis fünf Wochen wurde jeweils eine komplette Etage fertig, und diese musste dann zeitnah auf die Baustelle geliefert werden“, blickt er zurück.
So wurde gebaut
Bauleiter Jonas Hofmann erklärt, Besonderheit sind, neben den ökologischen Materialien, die Geschossdecken aus Holz-Lignatur-Elementen, und zwar in neuer Kombination mit einem Doppelboden. „Damit können wir den überhöhten Schallschutz gewährleisten“, informiert Projektleiter Stephan Steiner. Das System sei ganz neu und besteht aus tragenden Lignatur-Elementen mit Splittfüllung mit variabler Füllhöhe, je nach Schallschutzbedarf. Auf die Holzdecke kommen dann eine Trittschalldämmung sowie ein E-Strich mit F90-Zulassung. Der Hohlboden wird gefertigt, indem eine Trockenestrichplatte auf Stützenfüßen aufgeständert wird. Für die zusätzliche Entkopplung des Schalls sind Gummischrotplättchen zwischen diesen Füßen verantwortlich.
Ein stützend freies Foyer
Besonders ist auch das Foyer, das stützend frei sein sollte. Dazu wurde in der Foyerdecke ein Stahlträger eingelassen, so dass die Decke durchgeht und der eingelassene Stahlträger ein Stockwerk höher über Stahlfachwerkträger eingespannt wird. Speziell an dem Gebäude ist auch, dass die Mietflächen individuell gestaltet werden können. Deshalb wurde der Bau als Holz-Skelettbau geplant. Die Außenwandebenen bestehen aus geschosshohen Brettschichtholz-Stützen und Brettschichtholz-Durchlaufträgern. Dagegen bekamen die Stützen der Obergeschosse sowohl am Kopf als auch am Fuß Stahlplatten und aufgeschweißte Rundrohre. Dadurch wird eine Stahl-Stahl-Verbindung geschaffen, die die Lastabtragung in die Fundamente leitet, wie Steiner und Hofmann erklären.
Bald ist das Gebäude fertig
Nach 14 Monaten Bauzeit wird das Gebäude im Herbst fertig. Durch die Holzbauweise sind über 2000 Tonnen CO2 gebunden worden. „Es ist eine Bauweise für die Zukunft und richtungsweisend“, sind sich Steiner und Hofmann sicher. Ihnen zufolge wird der Holzbau immer mehr Fahrt aufnehmen, und die Firma HBH, die gerade auf der Suche nach Auszubildenden ist, ist spätestens nach Abschluss des größten Auftrags in der Firmengeschichte dafür gerüstet.







