Bohren leichtgemacht: Sieben Tricks und Kniffe
Zunächst: Den passenden Bohrer finden
Der Bohrer muss zum Material passen, in diesem Falle Holz. Ein Holzbohrer besitzt Seitenschneiden sowie eine Zentrierspitze. Letzter garantiert, dass das Werkzeug auch bei Jahresringen mit unterschiedlicher Härte genau angesetzt werden kann, ohne dass es in Fasern abrutscht, die weicher sind. Durch die Seitenschneiden werden die Holzfasern sauber durschnitten. Die Bohrlöcher reichen nicht so leicht aus. Metallbohrer machen es schwerer, genau zu bohren, weil sie keine Zentrierspitze haben. Bei Plattenwerkstoffen tun sie aber nicht selten gute Dienste. Überhaupt nicht geeignet sind jedoch Steinbohrer – sie brechen die Holzfasern und die Löcher fransen aus.
Tipp 1: Zentrierspitze in der Markierung ansetzen
Trotz Zentrierspitze: Markieren Sie immer vorher das Zentrum der Bohrung, wenn Sie präzise bohren wollen. Dazu eignet sich ein Nagel oder ein Vorstecher. Dort wird die Zentrierspitze angesetzt.
Tipp 2: Bohren von links und von rechts
Wer verhindern will, dass das Holz beim Bohren dort ausreißt, wo der Bohrer austritt, der sollte von beiden Seiten bohren, und zwar nur so tief, bis Sie die Zentrierspitze gerade eben sehen können, wo sie austritt.
Tipp 3: Der Tipp mit der CD
Wer gerade bohren will, kann eine alte CD nutzen. In diese bohren Sie ein Loch das so groß ist wie das, das Sie Bohren möchten. Dann streifen Sie die CD über den Bohrer mit der nicht bedruckten Seite nach oben und legen den Bohrern auf der gewünschten Stelle an. Die CD lassen Sie nun auf das Holz rutschen, halten Sie fest und können anhand der spiegelnden Fläche den Bohrer ausrichten: Der Bohrer und seine Spiegelung müssen eine durchgehende Gerade bilden.
Tipp 4: Der richtige Peil
Arbeiten Sie mit einer Peilhilfe: Ein 3D-Gehrungswinkel oder ein Schreinerwinkel eignet sich.
Tipp 5: Erst senken, dann bohren
Normalerweise bohrt man zuerst und senkt dann mit einem Kegelsenker für Senkkopfschrauben das Loch. Besser ist: Senken Sie zuerst und bohren dann.
Tipp 6: Aufstecksenker nutzen
Wer Bohrung und Senkung in einem Arbeitsschritt ausführen möchte, der kann Aufstecksenker nutzen. Dadurch können Sie den Senker durch den Bohrer sauber führen.
Tipp 7: Bohrlehren selber machen
Super für exaktes Bohren sind auch Bohrlehren. Wer sie einmal baut, der kann sie immer wieder verwenden. Wer mittig in Rundstäbe und Rohre bohren will und dem der Bohrer dabei wegrutscht, nimmt eine Bohrlehre für Rundstäbe. Dafür wird mit der Kreissäge in ein dickes Holz eine V-Nut geschnitten. Die Mittellinie der V-Nut wird dann auf die Gegenseite übertragen. Sie erhalten eine Linie, in denen Sie Bohrungen mit unterschiedlichen Durchmessern einbringen können. Bohrlehre für schräge Bohrungen: In einen Holzklotz wird ein senkrechtes Loch gebohrt und die Größe der Bohrung auf die Seite des Klotzes übertragen. Von dieser Markierung aus können Sie dann den gewünschten Winkel der Bohrung übertragen. Mit diesem Holzklotz können sie jetzt entlang der Winkelmarkierung an der Kreissäge oder Bandsäge auftrennen.















