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Picard GmbH
13.07.2021

Hämmer und Nageleisen von PICARD im Test

Seit über 160 Jahren fertigt die PICARD GmbH professionelles Werkzeug für verschiedenste Gewerke. Besonders beliebt sind die Latthämmer des Traditionsunternehmens bei Dachdeckern und Zimmerleuten. Das Team von PICARD war einen Tag hautnah dabei und hat das ZEP-Team in Bielefeld auf der Baustelle begleitet. Die Dachdeckerei und Zimmerei hat unterschiedliche Hämmer und Nageleisen getestet und schildert ihre positiven Erfahrungen.

Leicht, handlich und robust

Welchen Hammer nutzen Zimmerer eher für ihre Arbeit: einen Rohrstielhammer mit Kunststoffgriff, einen Stahlhammer mit Ledergriff oder ein ganz anderes Modell? Das wollten wir genauer wissen und haben den Dachdecker- und Zimmereibetrieb ZEP-Team verschiedene Latthämmer testen lassen.

Für den Praxistest hatte der Werkzeughersteller Pi­card verschiedene Latthämmer aus seinem Sortiment zur Verfügung gestellt: vom Rohrstielhammer mit Kunststoffgriff über Stahlhämmer mit 2-Komponen­ten-Griff bis hin zum edlen Ganzstahl-Latthammer mit Ledergriff. Der Werkzeughersteller hatte außer­dem die neuen "Black Giant Bar" Nageleisen für den Praxistest bereitgestellt. Diese Nageleisen gibt es in drei Längen: 930, 610 und 300 mm. Außerdem bietet Picard zwei Nageleisen im Mini-Format an: Das "Black Giant Flat-Bar" mit nur 175 mm Länge und das 250 mm lange "Black Giant Utility-Bar". Letzteres ist mit einer extra breiten Klaue ausgestattet. Dadurch soll beim Entfernen von Brettern oder Sockelleisten die umgebende Oberfläche nicht beschädigt werden.

Gutes Gewicht und guter Halt

Zimmerer David Maisuradze vom ZEP-Team probierte bei den Rückbauarbeiten die drei größeren „Black Giant Bar" Nageleisen aus. Er nutzte sie zum Herausziehen von Nägeln und zum Rückbau von Dachlatten. Auch die alten Rauspundbretter an den Gauben des Daches ließen sich mit den größeren Nageleisen gut abheben und zurückbauen. ,,Die Nageleisen liegen gut in der Hand und sind nicht zu schwer", sagt David Maisurad­ze, ,,sie liegen sogar besser in der Hand als die blank­geschliffenen Stahl-Nageleisen, die wir sonst verwen­den." Der gute Grip der Nageleisen kommt nicht von ungefähr: Die Lackierung der „Black Giant Bars" ver­bessert laut Hersteller mit ihrer rauen Oberfläche den Halt der Werkzeuge in den Händen. Das bemerkte auch Zimmerer Sebastian Penner vom ZEP-Team bei der Arbeit mit den Nageleisen. Sein Kollege David Maisu­radze stellte bei der Arbeit mit den Nageleisen außer­dem fest: ,,Mit der breiten Nagelklaue der Nageleisen lassen sich Nägel gut herausziehen und bleiben auch zwischen den Nagelklauen hängen, so kann man die Nägel einfach vom Nageleisen abnehmen und entsor­gen. Das ist besser, als wenn die Nägel nach dem Her­ausziehen auf der Baustelle herumfliegen und man sie einsammeln muss."

Ganzstahlhammer mit Ledergriff wird gern genutzt

Die „Black Giant Bar" Nageleisen kamen bei den Mit­arbeiter/innen des ZEP-Teams auf der Baustelle also gut an - doch wie war es bei den Hämmern? Bisher hatten die Zimmerer und Zimmerinnen vor allem Rohr­stielhämmer mit Kunststoffgriff genutzt. Von den mit­gebrachten Hämmern von Picard wählten aber viele der Zimmerer und Zimmerinnen ein anderes Modell: den Ganzstahl-Latthammer „790". Der Hammer hat einen Griff aus mehreren, übereinander angeordneten Lederscheiben. Der Ledergriff dient nicht nur der Optik. Das Leder nimmt auch den Schweiß von den Handflä­chen auf und verhindert so, dass der Hammer aus der Hand rutscht. Erhältlich ist der Hammer in der nor­malen Ausführung „790" und in der leichteren Ausfüh­rung „790 ½".

Glatter Kopf hinterlässt keine Abdrücke

,,Ich bevorzuge den Latthammer in der leichteren Aus­führung", sagt Zimmerer Sebastian Penner, ,,der passt sich meiner Hand gut an. Das merkt man richtig, wenn man längere Zeit damit arbeitet." Gut findet er außer­dem, dass der von ihm getestete Hammer eine glatte Schlagfläche am Hammerkopf hat, wodurch weniger Abdrücke im Holz entstehen. Bei einer Dachsanierung ist das zwar weniger wichtig, weil das Holz später größtenteils nicht mehr zu sehen ist. Bei sichtbaren Hölzern, etwa an der Fassade oder im Innenausbau, kann der glatte Hammerkopf aber von Vorteil sein, da so keine gerillten Abdrücke auf dem Holz hinterlassen werden. Alle Latthämmer von Picard sind wahlweise mit glatter oder gerauter Schlagfläche erhältlich, preislich macht das keinen Unterschied (die genaue Bezeichnung des Herstellers für die verschiedenen Schlagflächen ist „glatte Bahn" und „geraute Bahn").

Geringes Gewicht macht sich bemerkbar

Zimmerergesellin Lilli Speer, die ihre Ausbildung beim ZEP-Team gemacht hat, entschied sich ebenfalls für den Ganzstahlhammer mit Ledergriff von Picard. Auch sie bevorzugte den Hammer in der leichteren Ausführung. ,,Den Hammer „790" finde ich eher kopflastig und schwer", sagt die Zimmerergesellin, ,,der Hammer„ 790 ½ gefällt mir besser, weil er etwas leichter ist. Die 100g weniger Gewicht machen sich auf Dauer schon bemerk­bar", meint Lilli Speer.

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