Holzbauquote steigt auf über 20 Prozent
Mehr Holzbau – mehr Beschäftigte
Die Holzbaubranche in Deutschland ist 2020 weitergewachsen – mittlerweile werden 20 Prozent der Gebäude in Holzbauweise erstellt. Und das trotz Corona. Im Vergleich zum Juni 2019 ist auch die Zahl der in Deutschland gemeldeten Zimmereibetriebe um rund 2 Prozent angestiegen. Im Juni 2020 beschäftigten 11.864 Zimmerei- und Holzbaubetriebe rund 2,7 Prozent mehr Personen als im Vorjahr. Waren es im Jahr 2016 noch 65.776 gemeldete Beschäftigte, so wurden im Vorjahr 71.561 gemeldet.
Aufträge kommen meist von Privatkunden
Der Anteil von privaten Auftraggebern lag bei 78 Prozent, im gewerblichen bei 14 und im öffentlichen bei acht Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich hier relativ wenig getan. Das wird sich ändern, glaubt Holzbau Deutschland: Bauland ist Mangelware, es wird daher wieder mehr im Bestand gebaut werden, und das Zimmererhandwerk wird davon profitieren.
Was den Erfolg der Branche ausbremst
Allerdings gibt es auch Faktoren, die die Bergfahrt in der Branche bremsen. Langwierige und bürokratische Genehmigungsverfahren sind das Erfolgshindernis Nummer 1. Dicht gefolgt vom Fachkräftemangel und der Digitalisierung. Zumindest in Sachen Fachkräftemangel gibt es aber gute Neuigkeiten: Den Zimmererberuf zu erlernen, wird immer beliebter, auch bei Abiturienten oder Absolventen eines dualen Studiums. Zum Jahresende 2020 gab es 8.093 Azubis in Deutschland, ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Das soll helfen: Maßnahmen gegen den Holzmangel
Holzbau Deutschland fordert derzeit besonders, dass der Rohstoff Holz als starke Säule auf dem Weg zur Klimaneutralität ausreichend vorhanden sein muss – und zudem zu angemessenen Preisen. Holzexporte sollen auf den Prüfstand, Käfer- und Sturmholz soll noch stärker genutzt und die Einschlagbeschränkung nach dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz wieder aufgehoben werden.
Info-Highlight von Holzbau Deutschland
Der Lagebericht von Holzbau Deutschland ist ein Highlight für jeden, der sich über den aktuellen Stand der Zimmerei- und Holzbaubranche informieren will. Jährlich erscheint der Bericht und geht auf die Branchenstruktur, Markt- und Wettbewerbssituation, betriebswirtschaftliche Lage und Ausbildungszahlen im Holzbau ein. Holzbau Deutschland greift dabei auf Datenmaterial des Statistischen Bundesamtes zurück und wertet den Betriebsvergleich aus, an dem sich die Mitgliedsbetriebe der Verbandsorganisation beteiligen können.
Den vollständigen Lagebericht findet Ihr unter diesem Link: Lagebricht 2021
Bildquelle: Holzbau Deutschland, Lagebericht 2021











