Das erste Solarcarport aus Holz beim Forstamt Trier
Zukunftsorientiertes Projekt
Zusammen mit der Hochschule Trier durften wir ein interessantes Forschungsprojekt für die Landesforsten Rheinland-Pfalz durchführen. Den Bau des ersten Holz-Solarcarports am Forstamt in Trier. In der Pfalz sollen nun noch fünf weitere solcher Carports in Kürze folgen.
Feierliche Einweihung
Unser Zimmerermeister und Holzbauingenieur Jochen Floss sprach zur Einweihung einen passenden Richtspruch. Auch Staatsministerin Anne Spiegel die für die Bereiche Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten in Rheinland-Pfalz zuständig ist, stattete dem besonderen Bau einen Besuch ab.
Was wurde verbaut?
Um dem nachhaltigen Gedanken gerecht werden zu können, bestand das Ziel darin nur Holz aus heimischen Wäldern zu verbauen: Dieses Ziel wurde mit FSC®-zertifiziertem Holz aus der Region erfüllt. Der Carport trägt auch nach dem Bau positiv dem Klima bei, durch die spezielle Holzkonstruktion speichert der Carport nämlich dauerhaft rund 15 Tonnen CO2 ein. Dabei besteht gleichzeitig auch der Anspruch das gebundene CO2 nicht wieder durch weite Transportwege der Materialien zu erzeugen und die Ökobilanz des gesamten Bauwerks im Blick zu halten. Zudem soll der regionale Wirtschaftskreislauf und der damit verbundene heimische Markt in der Region gestärkt werden.
Das ist einer unserer Firmengrundsätze, welche wir als geprüfter Eifelproduzent der Regionalmarke Eifel in unserer Firmenphilosophie verankert haben.
So wurden für den Binder Forstamtseigene Douglasienhölzer aus Winterfällung genutzt welche zudem zum richtigen Zeitpunkt (Mondphasenholz) gefällt wurden. Dieses Holz ist zylindrisch gefräst und luftgetrocknet. Damit entfällt der hohe Energieaufwand auf Grund einer technischen Trocknung und Verleimung wie es bei Brettschichtholzbindern erforderlich wäre.
Diese Vorgaben, Ziele und Absichten, wurden zunächst durch die Hochschule Trier konzeptioniert und anhand eines Prototyps geprüft und erforscht. Der Prototyp des Binders zum Bauwerk wurde vom Holzbaulehrstuhl der Hochschule Trier unter der Leitung von Prof. Dr. Wieland Becker entwickelt und auch technisch auf Herz und Niere getestet.
Und genau dieses Tragwerkkonzept befindet sich derzeit in einer fortgeführten Forschung. Ziel bei den nächsten fünf Carports wird es sein, die aufwändige Stahlverbindungen mit eingeschlitzten Blechen und Stabdübeln durch ein standardisiertes Knotenpunktsystem aus einem speziellen, hochfestem Polymerbeton zu ersetzen. Dies haben wir bereits in dem holzbaupreis Eifel prämierten Brückentragwerk ausgeführt und erprobt (weitere Informationen zur Brücke findest du hier).
Hiermit wird eine einfache, sortenreine Trennung der einzelnen Baustoffe nach dem Lebenszyklus des Carports zu 100% gewährleistet was ein Recycling der Rohstoffe ermöglicht. Damit ist dann der gesamte Lebenszyklus des Bauwerks unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit mit einer durchgängigen Kreislaufwirtschaft betrachtet.
Raumwunder und Stromerzeuger Carport
Der Carport ist 19,75 Meter lang und 8,80 Meter breit und bietet Platz für 5-6 Elektrofahrzeuge des Forstamtes. Außerdem sind 5 E-Ladestationen eingebaut. Die Ladestationen werden mit dem Strom der PV-Anlage (von der Firma KLE Energie GmbH aus Hermeskeil) auf dem Dach versorgt. Der gesamte bilanzielle Jahresbedarf an Strom soll bis 2025 von den eigenen PV-Anlagen kommen. Diese Anlage allein trägt mit 55 kWp zum Erreichen des Zieles bei und bietet den Forstwirten zudem bei Regenwetter einen großzügigen Trockenarbeitsplatz.
Klimaneutrales Gebäude
Bis 2025 wollen die Landesforsten Rheinland-Pfalz bilanziell klimaneutral sein, der Grundstein dafür wurde mit dem Bau des 1. Holz-Solarcarports inkl. PV-Anlage gelegt. Mit uns als Holzbauunternehmen aus der Region wurde zusätzlich ein positiver Schritt in Richtung regionaler Wertschöpfung gegangen.
Nachhaltigkeit weiter in Planung
Als prämierte Zimmerei in der fünften Generation für zukunftsweisende Projekte aus Holz, wollen wir von Floss Holzbau weiter einen Teil zur Klimaneutralisierung und Nachhaltigkeit beitragen und berichten gerne wieder über die nächsten Projekte. Ihr dürft also gespannt sein!
Bildquelle: Forstamt Trier & Floss Holzbau













