Punktewolke und Laserscan
Die Probleme die jeder kennt:
Beim herkömmlichen Aufmaß von Hand gibt es einige Punkte, die zu Fehlern und viel Zeitaufwand führen können. Abgesehen davon, dass man für ein Aufmaß an sich schon sehr viel Zeit investieren muss, kommt es auch mal vor, dass einzelne Maße vergessen werden. Maße die zuerst vielleicht unwichtig erscheinen, im Laufe des Konstruierens allerdings relevant werden. Und dann hat man den Salat und fährt nochmal zum Kunden, ein unnötiger und unangenehmer Besuch vor Ort. Selbst wenn das Aufmaß super ist, gibt es immer noch die Schnittstelle von der Aufmaß-Skizze ins CAD-Programm – dies kann bei Gebäuden ohne rechtem Winkel und bei vielen Höhenmaßen schnell mühsam werden und ist von Grund auf mit einer gewissen Fehlerwahrscheinlichkeit belastet.
Wie funktioniert ein Laserscan?
Also vom Ablauf her ist das Arbeiten mit Laserscan und Punktewolken grundsätzlich unkompliziert. Zu Beginn der Planungsphase steht der Scan vor Ort auf der Baustelle, dabei sollte man grundsätzlich nicht an Scans sparen, lieber eine Position mehr gescannt, als am Ende Lücken zu haben. Denn der Scanner erfasst grundsätzlich nur, was auch mit dem menschlichen Auge zu sehen ist. Beim Scan selbst wird ein Laserstrahl über einen rotierenden Spiegel auf den Scanbereich gelenkt. Trifft der Strahl dann auf eine Oberfläche, wird dieser reflektiert – dabei wird dann die Entfernung und Höhe dieses Punktes gemessen. So passiert das dann bei Millionen Punkten, diese zusammen ergeben eine Punktwolke die direkt über W-Lan übertragen werden kann. Nach einer grundsätzlich unkomplizierten Aufarbeitung der Daten, kann die Punktewolke dann direkt ins CAD-Programm importiert werden. Ich selbst arbeite ausschließlich mit SEMA, deshalb kann ich nur zu diesem Programm Aussagen treffen. Im SEMA ist es auf jeden Fall egal ob jetzt fünf oder zehn Millionen Punkte in der Wolke sind, das Programm läuft super flüssig!
Eine echte Alternative
Um das an dieser Stelle schon mal klarzustellen, dies soll kein Beitrag darüber werden, dass jeder jetzt einen Laserscanner kaufen soll, es geht nur darum Alternativen aufzuzeigen und eventuell ein solches Thema mal näher zu bringen, man kann sich einen Scan ja auch für einzelne Baustellen extern erstellen lassen. Auf jeden Fall eine große Arbeitserleichterung, wir werden uns da jetzt auch mal rantasten und schauen inwiefern künftige Projekte mit dieser Technik umgesetzt werden können. Es werden Erfahrungsberichte folgen! Vielleicht ist hier ja der ein oder andere dabei, der diese Technik schon etabliert nutzt und dazu mal ein Feedback geben möchte?
Alles in Allem ein weiterer Schritt in die Zukunft, welcher die Besonderheit unsren Berufes aufzeigt. Wie schon im Titel erwähnt: Ein traditioneller Beruf mit modernsten Techniken!
Vielen Dank an SEMA und den Kollegen Appelhans!










Zum Glück gibt es in dem Bereich viele gute Dienstleister die diesen Service anbieten ;)
Hallo Jürgen
Alles in Allem muss man ca. mit 50-60000€ rechnen, + jährlichem Wartungsvertrag für Hard- und Software.
Hallo Marvin
toller Beitrag zu einem wirklich spannenen Thema. Ich bin gespannt was da noch so kommt.
Gruß Christian
Ich finde das Thema wirklich interessant. Aber, mit welchen Kosten ist zu rechnen, wenn man sich so ein System zulegt?
Danke